K8 Institut für strategische Ästhetik gGmbH

Forschung, Transfer, Weiterbildung


Als “Institut für strategische Ästhetik” wurde K8 2015 in einer Kooperation von HBKsaar und Hochschule für Musik Saar sowie dem Ministerium für Bildung und Kultur und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr gegründet, um die Transferaktivitäten der künstlerischen Hochschulen organisatorisch zu unterstützen und ein eigenes Profil als Akteur im regionalen Transfer-Geschehen zu entwickeln. 

K8 agiert in den Bereichen Transfer, Training und Think Tank für Partner mit Interesse an multidisziplinärer Prozess- und Systemgestaltung, praxisbasierten Ansätze zur strategischen Öffnung angewandter F&E-Prozesse, der Integration technischer / nicht-technischer Innovationen (Open / Social / Cross-Innovation) und der iterativen Entwicklung von Geschäftsmodellen für die kooperativen Dynamiken digitaler Gesellschaften. 

Mit experimentellen Methoden der kollaborativen Gestaltung beteiligt sich K8 an der Entwicklung offener Innovationsorte und unterstützt die Erschließung von Anwendungsmöglichkeiten für neue Technologien.

Die von K8 initiierten und/oder koordinierten Aktivitäten machen deutlich, dass K8 forschungsbasierte Transfer- und Weiterbildungsprozesse mit gesellschaftlicher Auseinandersetzung verbindet.

K8 im Kontext

Wandel des Mensch-Maschine-Verhältnisses


Die Technologien der digitalen Gesellschaft vernetzen Menschen, Objekte, und Prozesse. Ob "Digitale Gesellschaft", "Industrie 4.0" oder "Smart Citizenship" - allen diesen Visionen ist gemein, dass sie das Mensch-Maschine-Verhältnis für eine Welt vernetzter Objekte neu ordnen wollen. Ob, wo und wie autonome Systeme uns ergänzen oder ersetzen, liegt an uns, an der Art und Weise, wie wir dieses Verhältnis gestalten. Und ob wir uns weiterhin an diesen Visionen orientieren - oder unser Verhältnis zur Zukunft an anderen Visionen ausrichten.

Hierzu bedarf es nicht nur eines erweiterten Innovationsbegriffes, um besser zu verstehen, wie kulturelle, politische und technische Innovationen ineinandergreifen. Wir brauchen vor allem einen erweiterten Begriff der Gestaltung, der Prozesse und Systeme erfassen kann. Denn gestaltet werden müssen nicht nur einzelne Produkte und Dienstleistungen, sondern die politischen, rechtlichen und technologischen Rahmenbedingungen der Digitalisierung selbst. 

Der Wandel hin zu einer Welt der Echtzeitkommunikation ist ein gesellschaftliches Experiment mit ungewissem Ausgang, das ebenso von Ängsten und Erschöpfung begleitet ist wie von Begeisterung und Optimismus. K8 entwickelt gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern Projekte mit dem Anspruch, sich aktiv an diesem Gestaltungsprozess zu beteiligen. Beteiligen heisst, ihn zu strukturieren, die durch Digitalisierung entstehenden Abhängigkeiten zu erschließen, neue Möglichkeiten der Mitgestaltung zu entwickeln und so greifbar zu machen, dass sie Gegenstand gemeinsamer Reflexion und Entscheidung werden können.

Darüber hinaus geht es darum, projektübergreifend Positionen zu entwickeln, um sich an dieser Auseinandersetzung auch jenseits einzelner Kooperationen zu beteiligen. Denn wie genau wir unsere eigenen Wünsche nach selbstbestimmtem Leben und Arbeiten mit der zunehmenden Autonomie technischer Systeme in Einklang bringen - aus dieser Frage gilt es eine gesellschaftliche Auseinandersetzung zu machen, inhaltliche Positionen und Orte der Entscheidung zu bestimmen, Verantwortung für diesen Wandel zu übernehmen.

Methoden

Kooperation und Mitgestaltung


Innovation needs more than technology. Technologien beeinflussen wie wir menschliches Miteinanders organisieren. Aber es sind kulturelle, soziale und wirtschaftliche Innovationen, die den Rahmen dessen verändern, was uns als Individuen und Gesellschaften möglich ist. Um entscheiden zu können, wie wir leben und arbeiten wollen, müssen wir technische und nicht-technische Innovationen in den Blick nehmen.

Speculative thinking imagines what’s next. Geschichten geben uns eine Vorstellung davon, wo wir uns in der Welt befinden. Um über zukünftige Welten nachzudenken, brauchen wir fantastische Fiktionen. Sie erlauben uns das Imaginieren möglicher Zukünfte und helfen dabei, konkrete Schritte in Richtung einer dieser Zukünfte zu gehen.

Make the viable tangible. Die digitale Gesellschaft lässt viele der Dynamiken, die unseren Alltag organisieren, verschwinden. Sichtbarkeit kann Bewusstsein schaffen, aber die Bedeutung dessen, was da sichtbar gemacht wird, erschließt sich nicht automatisch. Um die Mitgestaltbarkeit möglicher Zukünfte besser zu verstehen, müssen wir das Mögliche greifbar machen.

Create worlds, not objects. Vernetzte Leben sind über riesige Räume verteilt. Was einzelne Akteure tun können, hängt davon ab, wie wir diese Räume gestalten. Wenn wir nicht nur Objekte, sondern Welten gestalten, verändern wir die Grenzen dessen, was uns möglich ist.

There is more than one future. Viele Zukünfte sind möglich, einige sind wahrscheinlicher als andere. Wir möchten mit Ihnen darüber reden, in welchen dieser Zukünfte wir leben wollen. Wann immer wir uns entscheiden, was wir als nächstes tun, bekommt der Wandel eine Richtung.