PLIMASC


Plenoptische Bildgewinnung mit Standardkameras für erweiterte Funktionalitäten der Nachbearbeitung in professionellen Videoanwendungen

Akteur*innen

Henrik Elburn, Julia Hartnik, Aude Poilroux, Herbert Schuler, Jan Tretschok


Projektart

Entwicklung von Idee / Konzept, Entwicklung von Förderstrategien, Gestaltung von Prozessen, Umsetzung von Koordination und Management, Schwerpunkt Forschung


Projektjahre

2017, 2018, 2019, 2020

Plenoptische Aufnahmen mit Standardkameras: BMBF-Projekt unter der Leitung der K|Lens GmbH erforscht eine neuentwickelte Aufnahmetechnologie

Am 1. Oktober 2017 starteten offiziell die Arbeiten des seitens des BMBF geförderten Projekts „Plenoptische Bildgewinnung mit Standardkameras für erweiterte Funktionalitäten der Nachbearbeitung in professionellen Videoanwendungen“. Ein Netzwerk von KMU und anwendungsbezogenen Forschungsinstituten wird sich in den nächsten drei Jahren mit der Erforschung einer vielversprechenden Technologie zur dreidimensionalen Bildaufnahme und -analyse befassen.

Die dreidimensionale Aufnahme und Darstellung von Szenen ist von hoher Relevanz in der Weiterentwicklung der Videoproduktion hin zum Megatrend Virtual Reality / Augmented Reality. Diesem Markt werden laut verschiedenen Marktstudien enorme Wachstumsraten und Umsätze für Hard- und Software in zweistelliger Milliardenhöhe zugetraut. Beteiligte Partner sind die K|Lens GmbH, ein Spin-Off des Max-Planck Instituts für Informatik und der Universität des Saarlandes, MBF Filmtechnik GmbH, reallifefilm international GmbH, das Fraunhofer- Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF sowie die K8 Institut für strategische Ästhetik gGmbH.

Die Partner möchten innerhalb der Projektlaufzeit eine innovative und wirtschaftlich vielversprechende Photoniktechnologie weitererforschen, um die Möglichkeiten zum Transfer in die praktische Nutzung zu untersuchen. Die bereits zum Patent angemeldete Technologie verspricht, Aufnahmen von Szenen aus mehreren Perspektiven mit nur einer Standardfilmkamera zu ermöglichen, während heute in der Anwendung und Entwicklung befindliche Technologien nur einzelne Perspektiven aufnehmen, mit komplizierten Multi-Kamera-Aufbauten funktionieren oder sehr teure Spezialkameras erfordern. Über entsprechende Algorithmen wird ein Lichtfeldbild errechnet und die aufgenommene Szene dreidimensional rekonstruiert. Dabei werden präzise Tiefeninformationen zur Verfügung gestellt.

Ziel ist es, durch die neue Technologie verschiedene Funktionalitäten der professionellen videographischen Nachbearbeitung zu erleichtern, z.B. die nachträgliche Kontrolle von Schärfe und Unschärfe oder das Segmentieren von Objekten und Hintergründen. Ferner soll die dreidimensionale Aufnahme die effiziente Verschmelzung von realen Objekten oder Umgebungen mit synthetischen Informationen in Augmented Reality bzw. Virtual Reality Anwendungen ermöglichen. Das Anwendungsspektrum erstreckt sich aber nicht nur auf die (semi-) professionelle Videoproduktion, sondern genauso auf Anwendungen im Bereich Gaming, Medizin, Architektur oder Teaching im industriellen Sektor, die zukünftige Kernanwendungsfelder im Bereich Virtual Reality / Augmented Reality darstellen.

Der auf Wunsch der technischen Leitung der K|Lens GmbH von K8 entwickelte offene Innovations-Ansatz bindet Anwendergruppen in den iterativen F&E-Prozess ein. Die frühzeitige Einbindung von Nutzer*innen trägt zum Aufbau einer Community bei, die als soziale Schnittstelle den Austausch von Praxiserfahrungen, weiteren Wissenstransfer und damit die Forschungs- und Verwertungsanliegen der Verbundpartner aktiv unterstützt.

Das Projekt wird vom BMBF im Programm „Photonikforschung Deutschland“ im Bereich „Digitale Optik“ gefördert.

Abbildungen